Chronik

Chronik der Fasenachtsgilde Giemaul Heidingsfeld e.V.

1966 im SV Heidingsfeld gegründet, verselbständigte sich die Gilde Giemaul 1969 zu einem eigenständigen Verein. Pate stand bei der Aufnahme in den Fastnachtsverband Franken die damals weit über Franken hinaus bekannte Karnevalsgesellschaft GEO-KA-GE Gerolzhofen. Waren die Anfänge der Gilde mit „11 Narren“ und einer kleinen Prunksitzung eher bescheiden, so mauserte sich die Gesellschaft in den Folgejahren zu einer viel beachteten Hochburg in der Fränkischen Fasenacht.

Viele bekannte fastnachtliche Persön-lichkeiten, mit ihren charakteristischen Merkmalen bei den Aktiven und Spitzen-leistungen im Gardetanz, prägen seit mehr als fünf Jahrzehnten hinweg das Gesicht der Gilde Giemaul. In den Prunksitzungen im Heidingsfelder Radlersaal, gestaltet mit bis zu 19 eigenen Programmpunkten, brennen die 170 Aktiven im Alter von 5 bis 78 Jahren ein Feuerwerk der Fränkischen Fasenacht ab. Über 700 Mitglieder, führende Positionen auf Verbandsebene, mehrfache Teilnahme von Aktiven an der Fernsehsitzung „Fastnacht in Franken“, Meisterehren der Tanzgarden, die Übertragung von drei Prunksitzungen durch das Bayerische Fernsehen (1998, 2001, 2005) und dem Regionalfernsehsender TV-Touring und die allgemein sehr positive Resonanz in der gesamten Öffentlichkeit verdeutlichen die Beliebtheit und Zugkraft der Gilde.

Die solide Arbeit der jugend- und familienfreundlichen ganzjährig aktiven Fasenachtsgilde, zeigt sich eigenständig repräsentiert durch das Kinder-Giemaulpaar und den turbulenten Giemaul-Kinderfasching im Radlersaal. 1977 erhielt die Gilde Giemaul von der Stadt Würzburg die „Alte Mainmühle“ in der Seilerstrasse 11, nach ihrem letzten Besitzer auch „Schulzenmühle“ genannt, als Vereinsdomizil. Die zwischenzeitlich mit viel Eigenleistung und Engagement der Mitglieder und befreundeten Firmen zu einem ansehnlichen und gemütlichen Vereinsgelände ausgebaute Mühle ist vielen durch den Besuch der dort stattfindenden Giemaul- und Mühlenfeste, der Kulturnacht, dem Literarischen Abend, dem Heidingsfelder Ostermarkt und dem Heidingsfelder Adventsmarkt bestens bekannt.

Das „GIEMAUL“, die sagenumwobene Heidingsfelder Gestalt aus der Zeit der Schwedenkriege repräsentiert als Leit- und Traditionsfigur ganzjährig die ehemals eigenständige Stadt Heidingsfeld und die Fasenachtsgilde; an seiner Seite seine Pagin. Das Giemaulpaar wird jährlich zur Sessionseröffnung und dem immer am 11.11. durchgeführten „Narrenwecken“, einem Fackelzug durch „Alt-Heidingsfeld“, der Öffentlichkeit vorgestellt.